TraumA ist ein crossmediales Theaterprojekt zu den Lebensentwürfen, Träumen und Traumata unterschiedlicher Generationen. Insgesamt stehen hier 17 Akteure im Alter von 15 bis 83 – 3 Profis und 14 “Experten des Alters und der Jugend” – auf der Bühne. Begleitet wird das Theaterprojekt durch traumA – TV, einen Internetvideokanal und Blog, den man über unsere Facebook-Seite erreicht und ein zusätzliches Happening am 12. März 2015 (16:00) mit persönlichen Erfahrungsberichten, Vorträgen von Wissenschaftlern, Diskussionen & Live-Musik.

"Traumatische Erlebnisse prägen das Erbgut" - titelte jüngst die Süddeutschen Zeitung und es wird nochmal bewußter, dass die einzelnen Generationen viel enger mit einander verbunden sind, als wir das in unserem Alltagsleben oft wahrnehmen. Und: Mülheim an der Ruhr ist von seiner Bevölkerungsstruktur her betrachtet die zweitälteste Stadt Deutschlands. Köln hingegen gilt als "Jung" und "Hip". Beide Städte sind daher prädestiniert für ein städte- und generationsübergreifendes Theaterprojekt, das den Lebensentwürfen, Träumen & Traumata unterschiedlicher Generationen mit einem großen Ensemble aus 14 „Experten des Alters“ (53 – 83 Jahre), 1 „Expertin der Jugend“ (15 Jahre) und 3 Schauspielprofis (34 – 51 Jahre), nachspürt: Wovon habe ich geträumt als ich 10, 20, 30, 40, 60, 80 war? Wie wollte ich leben und wie habe ich gelebt? Habe ich aufgehört zu träumen? Verwalte ich mit steigendem Alter nur noch die Erinnerung oder schmiede ich weiter Pläne für die Zukunft? Berühren sich die Lebensentwürfe der Kriegs- und Nachkriegsgenerationen mit denen der X-, Y-, Z-Generation noch? Was vesteht man jeweils unter Lebensglück?

Die Frage nach generationsspezifischen Unterschieden und Gemeinsamkeiten in Bezug auf die Vorstellungen vom eigenen Leben lenkt den Blick auf das universellere Thema "Wandlung". Mit dem Älterwerden vollziehen sich körperliche, psychische und geistige Metamorphosen. Wir verwandeln uns von einem jungen in einen alten Menschen: Wie lässt sich diese Wandlung in Worte und Bilder fassen?

Der oben beschriebenen dokumentarischen, biographischen Ebene stellen wir daher eine die Zusammenhänge erweiternde Text- und Bilderwelt, die sich u.a. aus den „Metamorphosen“ des Ovid speist, als antiken, 2000 Jahre alten, mythologischen Spiegel für das Hier und Jetzt von jungen und älteren Menschen innerhalb der Thateraufführung gegenüber. Um das Projekt über das Projektteam hinaus als offenen Diskursraum über den gesamten Zeitraum für Jedermann erfahrbar zu machen, wurde mit den Beteiligten und Gästen bereits Ende August 2015 der Videokanal traumA-TV ins Leben gerufen - eine Mischung aus Blog und Internet TV.

traumA - TV findet Ihr bei tumblr unter: http://atonaltheater.tumblr.com

Hier gibt es wöchentliche Sendungen mit Ausschnitten aus den Proben und Hintergrundinfomationen rund um das Theaterprojekt. Eine Gruppe von 17 Schülern der 9. Klasse begleitet im Rahmen eines mehrmonatigen Videoprojektes zusätzlich den Entstehungsprozess und geht auf traumA-TV mit eigenen Beiträgen auf Sendung. Der Blog steht darüber hinaus als Kanal permanenten Austauschs zur Verfügung. Angebunden an die Thematik der Theaterproduktion veranstalten wir vor der Aufführung am 13. März 2016 um 16:00 mit „traumA: DER KONGRESS“ ein Happening mit Vorträgen von Wissenschaftlern, persönlichen Erfahrungsberichten und einer Diskussionsrunde, um weiteren Raum für die inhaltliche Auseinandersetzung und Diskussion zu schaffen. traumA ist ein Projektvon A.TONAL.THEATER (Köln) in Kooperation mit dem Theater an der Ruhr (Mülheim an der Ruhr), der VolXbühne – Ensemble der Generationen (Mülheim an der Ruhr) Freihandelszone - Ensemblenetzwerk Köln und der Alten Feuerwache Köln.